Warum Tragen?
1970 führte der Biologe Bernhard Hassenstein erstmals den Begriff des Jungentypus "Tragling" ein. Der Mensch gehört zu diesem Jungentypus.
Die Jungentypen werden in drei Kategorien unterteilt:
Nesthocker
- Katzen, Hunde, Kaninchen
- kommen blind und nackt zur Welt
- Ohren geschlossen
- große Würfe
- sehen sich untereinander ähnlich
- bei Gefahr nimmt die Mutter das Kind im Genick
- Milchzusammensetzung reicht für lange Abwesenheit (fettreich)
- wenn die Mutter weg ist, sind die Kinder ruhig
Nestflüchter
- Hasen, Fohlen, Schafe, Elefanten
- 1-2 Jungtiere
- offene Augen und Ohren
- beruhigen sich durch Blickkontakt
- trinken sehr oft
- wirken wie Miniaturausgabe der Eltern
- folgen nach der Geburt den Eltern
Traglinge
- Menschen, Affen
-
offene Augen und Ohren
- können sehr gut hören
- können Gesichter differenzieren
- brauchen Körperkontakt
- können sich nicht alleine fortbewegen
- beruhigen sich durch stillen, Körperkontakt, Nähe
- Spreiz-Anhockreflex, Klammerreflex, Mororeflex
- Lächeln als Kontaktaufnahme
- Aufforderung zum Mitnehmen